Führungstipp: Mut zum Selbstmarketing

Oft erlebe ich, dass fachliche Führungsexperten (beispielsweise aus IT-Abteilungen) berichten, im Unternehmen zu wenig Wertschätzung zu erfahren. Sie haben den Eindruck, nicht auf "Augenhöhe" mit anderen Management-Rollen zu sein.

Führungstipp: Mit einem "gesunden" Selbstmarketing für das eigene Image sorgen

Macht die Persönlichkeit den Unterschied?

Ohne vorschnell zu kategorisieren – häufig lässt sich beobachten, dass Menschen, die Fachkarrieren einschlagen, ein Talent für analytisches Denken und präzises, detailorientiertes Arbeiten besitzen. Sie sind meist eher sach- als beziehungsorientiert, was bedeutet, dass Aufgaben, Probleme, fachliche Fragestellungen mehr im Fokus ihrer Aufmerksamkeit sind als der Kontakt zu anderen Menschen. Daher fällt es Fachexperten manchmal schwer – oder sie denken einfach gar nicht daran – über ihre Erfolge zu berichten, ihre Stärken für andere transparent zu machen. Zudem kommt, dass sie manchmal sehr hohe Ansprüche (an sich selbst und an andere) haben und dadurch den Wert ihrer Arbeit selbst nicht ausreichend würdigen. Sie stellen ihr „Licht unter den Scheffel“. So tragen Fachexperten manchmal selbst (ohne sich dessen bewusst zu sein) dazu bei, dass sie bei anderen Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden ausreichend wahrgenommen und ihre Arbeit geschätzt wird.

Jede Veränderung beginnt bei sich selbst

Grundsätzlich hängt es vom Unternehmen und seiner gelebten Unternehmenskultur ab, wie Fachexperten im Vergleich zu Managern wahrgenommen werden. Die Kultur im Unternehmen wird aber immer von den Menschen im Unternehmen geprägt – durch ihre persönlichen Einstellungen, Haltungen, ihr konkretes Verhalten. An dieser Stelle können Sie auch ansetzen, wenn Sie etwas verändern wollen. Beginnen Sie bei sich selbst und ermutigen Sie auch Ihre Mitarbeiter, bei sich selbst zu beginnen: Dabei, welches Bild sie von sich selbst und ihrer Arbeit haben, und wie sie dieses Bild nach außen tragen. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, mehr von ihren Erfolgen zu sprechen, informieren Sie in einem Newsletter über Projekterfolge, stellen Sie einzelne Mitarbeiter mit ihrem fachlichen und persönlichen Profil vor, fördern Sie Ihre Mitarbeiter in puncto Präsentation, Selbst-Vorstellung und sicheres Auftreten.

Strukturelle Faktoren für Gleichwertigkeit und persönlichen Erfolg

Als Führungskraft sollten Sie natürlich auch dafür sorgen, dass eine Fachkarriere entsprechend in der firmenspezifischen Personal- und Karriereentwicklung verankert ist, durch ein angemessenes Gehaltssystem sowie interessante Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Denn Sie möchten ja nicht nur dafür sorgen, dass Ihre Fachexperten motiviert sind und gerne in Ihrem Unternehmen arbeiten, Sie möchten bestimmt auch ein interessanter Arbeitgeber für neue Mitareiter ein.

christa.beyrer

Dipl.-Psychologin (Univ.), HP (Psych.)
Coaching und Therapie für Persönlichkeit & Gesundheit

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