Führungstipp: Führen ohne Macht (beziehungsorientiertes Führen)

Bei Führungsaufgaben in Projekten (Projektleitung) oder als fachliche Führungskraft (Teamleitung) sind die Herausforderungen oft groß, denn besonders in diesen Situationen haben "alte" Führungsmodelle, die direktiv, mit Macht und "Ansage" arbeiten, ausgedient. Es bleibt nur ein Führungsansatz, der auf Beziehung aufbaut:

Führungstipp: Wie kann Führen ohne Macht gelingen?

Klare Verantwortungen, Aufgaben und Kompetenzen

Ein wesentliches Element für erfolgreiche Teamarbeit ist die Startphase. Sie haben einen wichtigen Schritt getan, wenn Sie für klare Rollen im Team gesorgt haben. Klare Verantwortungen, Aufgaben und Kompetenzen schaffen Orientierung und Sicherheit für das Team. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur jede/r Einzelne sondern auch untereinander im Team bekannt ist, wer wofür zuständig ist. Dadurch werden inhaltliche Schnittstellen deutlich – diese ermöglichen es erst, dass Synergien genutzt, gegenseitige Hilfestellungen gegeben und Abstimmungsprozesse klar definiert werden können.

Weiß jeder, wo es lang geht?

Ist jedem einzelnen Teammitglied klar, wie das genaue Projektziel aussieht und in welchem größeren Rahmen dieses steht? Das sog. „große Bild“ gibt jedem Team Perspektive, Motivation, Verständnis für Schwierigkeiten oder die Wichtigkeit mancher Aufgaben. Als Führungskraft sollten Sie immer dafür sorgen, dass Ihr Team das Ziel vor Augen behält und zu jederzeit über etwaige Zieländerungen informiert ist.

Führung darf menschlich sein!

Die Leitung eines Projektteams ist oft nicht einfach, zumal Sie als Projektleiter keine disziplinarische Führungsverantwortung und oft keinen Einfluss auf die Auswahl Ihrer Teammitglieder haben. Umso mehr sind Sie darauf angewiesen, durch gute persönliche Beziehungen zwischen Ihnen und den einzelnen Teammitgliedern, aber auch im Team untereinander ein Klima von Offenheit, Unterstützung und Motivation zu schaffen. Dies tun Sie beispielsweise dadurch, indem Sie mit Ihren Mitarbeitern nicht nur über fachliche Aufgaben sprechen sondern auch darüber, wie miteinander gearbeitet werden soll.

Ein Klima von Vertrauen und Offenheit schaffen

Nur wenn Teammitglieder sich auch persönlich kennen und über ihre jeweiligen Stärken und Schwächen im Bilde sind, können Sie lernen, damit konstruktiv umzugehen. Dafür sind Vertrauen und Offenheit nötig - die Gradmesser für ein gutes Teamklimas. Lassen Sie Fehler zu und etablieren Sie so eine Lernkultur (anstelle einer Angst- und Misstrauenskultur). Durch die Erarbeitung eines Team-Leitbildes, welche Normen und Werte im Team gelten sollen, stellen Sie einen Bezugsrahmen her, der Ihnen hilft, im Falle von Konflikten diese auch konstruktiv zu lösen.

Mit Unterschiedlichkeit umgehen

Haben Sie immer im Blick, dass Menschen verschieden sind. Während der eine mehr sachlich/ fachlich, strukturiert und detailorientiert ist, zählen für den anderen das persönliche Gespräche, kreatives Arbeiten, ein lockeres Miteinander. Lernen Sie, unterschiedliche Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter zu erkennen und darauf einzugehen.

christa.beyrer

Dipl.-Psychologin (Univ.), HP (Psych.)
Coaching und Therapie für Persönlichkeit & Gesundheit

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